Am Rande des Grabes spazieren gehen

Am Rande des Grabes spazieren gehen

€18,00

Johannes Calvins Theologie des Leidens

Die bisher umfachgreichste Darstellung der Theologie des Leidens des Schweizer Reformators Johannes Calvin – erarbeitet vor allem aus seinen Briefen und Bibelkommentaren.

Book Title Am Rande des Grabes spazieren gehen
Author Verlag für Kultur und Wissenschaft
Type Buch (Paperback)
Date Published Sep 12, 2018

Johannes Calvins Theologie des Leidens

Die bisher umfachgreichste Darstellung der Theologie des Leidens des Schweizer Reformators Johannes Calvin – erarbeitet vor allem aus seinen Briefen und Bibelkommentaren.

Leid zählt trotz technischem und medizinischem Fortschritt immer noch zu den ewigen Themen der Menschheit. Obwohl der größte Teil der Christenheit mehr denn je Armut, Krieg und Verfolgung durchleben muss, können wir als Christen der westlichen Welt Frieden, Wohlstand, gesundheitliche Versorgung, Bildung und Religionsfreiheit genießen. Großes persönliches Leid bleibt aber für den Einzelnen, der hier z. B. mit dem Tod eines Kindes oder mit Krebs konfrontiert wird, genauso schwer erträglich wie anderswo.

Was ist eine angemessene Theologie des Leidens? Ist es legitim, Leid zu meiden oder sollten wir es als heilsam betrachten? Können wir mit theologischen Strategien – also mit bestimmten Gebetsformeln, Proklamierungen, persönlicher Disziplin usw. – dem Leid aus dem Weg gehen? Oder sollen wir etwa Leid „dankbar“ annehmen?

Das vorliegende Buch will nicht in erster Linie der abstrakten Frage der Theodizee, sondern in den Schriften Johannes Calvins der praktischen Frage des rechten Umgangs mit dem Leid nachgehen. Der große französische Reformator erlebte selbst und in seinem Umfeld großes Leid und entwickelte in seinen Briefen und Bibelkommentaren eine erstaunlich differenzierte Theologie des Leidens. Er hält an der väterlichen Liebe, der Allmacht und der Gerechtigkeit Gottes fest und motiviert zum bedingungslosen Vertrauen. Gott ist es, der uns an der Hand hält, auch wenn wir manchmal „am Rande des Grabes spazieren“ müssen.